Raif Özalan - Sicherheitsingenieur -

Dipl.-Ing. Raif Özalan, Sicherheitsingenieur
Auch Fachingenieur für Arbeitswissenschaft,
Industrial Engineering und Prozessmanagement

Hertelstieg 4 | 22111 Hamburg |
Telefon: (040) 468 99 54 0 | eMail: oezalan (at) arbeitsexperte.de
Arbeitsschutzorganisation İş Sağlığı ve Güvenliği .....
Gefährdungsanalyse

Die Frage ist nicht, ob die arbeitsplatzspezifische Unterweisungen in der "Konzernsprache" oder "Landessprache" durchzuführen sind, sondern vielmehr: Welche Sprache sowie welches Sprachniveau verstehen meine Mitarbeiter? Zu beachten ist, dass alle arbeitsplatzspezifische Unterweisungen in geeigneter Weise dokumentiert werden müssen (Inhalt, Name, Unterschrift, Datum).

Nach § 12 Arbeitsschutzgesetz -ArbSchG- hat der Arbeitgeber die Beschäftigten über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit während ihrer Arbeitszeit ausreichend und angemessen zu unterweisen. Die Unterweisung umfasst Anweisungen und Erläuterungen, die eigens auf den Arbeitsplatz oder den Aufgabenbereich der Beschäftigten ausgerichtet sind. Die Unterweisung muss bei der Einstellung, bei Veränderungen im Aufgabenbereich, der Einführung neuer Arbeitsmittel oder einer neuen Technologie vor Aufnahme der Tätigkeit der Beschäftigten erfolgen. Die Unterweisung muss an die Gefährdungsentwicklung angepasst sein und erforderlichenfalls regelmäßig wiederholt werden. Ein ähnlicher Wortlaut findet sich auch in der DGUV Vorschrift 1 (bisher: BGV A1) "Grundsätze der Pävention".

Fazit: Die Forderung nach einer Unterweisung in verständlicher Form und Sprache kann bedeuten, dass ausländische Beschäftigte in ihrer Muttersprache unterwiesen werden müssen. Es muss sichergestellt sein, dass der Beschäftigte die Information verstehen kann. Ob dies nur durch eine Unterweisung in der Muttersprache zu erreichen ist, muss jeder Arbeitgeber eigenverantwortlich entscheiden.

ArbeitgeberInnen müssen weiterhin den Arbeitsschutz im Unternehmen nachweisbar organisieren. Verpflichtend ist die Organisation der folgenden Bereiche:

• Verantwortlichkeit von ArbeitgeberIn für den betrieblichen Arbeitsschutz,
• Sicherstellung der sicherheitstechnischen und arbeitsmedizinischen Betreuung,
• Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen,
• Beseitigung von Mängeln,
• Durchführung von Wirksamkeitskontrollen,
• Prüfung von Arbeitsmitteln,
• Durchführung von Unterweisungen,
• Sicherstellung der arbeitsmedizinischen Vorsorge,
• Sicherstellung von Notfallmaßnahmen(Erste Hilfe, Brandschutz, Evakuierung),
• Durchführung von Sitzungen des Arbeitsschutzausschusses (mit mehr als 20 Beschäftigten),
• Zusammenarbeit mehrerer ArbeitgeberInnen (z.B. bei Großaufträgen, auf Baustellen u.a.).
• Bestellung von Sicherheitsbeauftragten.

Ich unterscheide dreistufen von Veränderungen 1. Ein bestehendes Arbeitsschutzsystem wird optimiert, also verbessert. 2. Ein bestehendes Arbeitsschutzsystem oder Aufbauorganisation wird verändert, will heißen Arbeitsbedingungen oder Arbeitsabläufe geändert oder neue Technologien/Verfahren werden eingeführt. Und 3. Ein Arbeisschutzsystem zum ersten mal eingerichtet oder völlig verändert. Im dritten Fall werden neue Regelwerke erstellt. Wie gelingt das? In der ersten Stufe reichen Vorgaben aus, bei der zweiten und dritten Stufe müssen die Menschen (Arbeitnehmer und Führungskräfte) miteinbezogen werden. Gerade wenn es um Systemveränderung geht, dann müssen Mitarbeiter gemeinschaftlich den Sinn erarbeiten, sie müssen die Zusammenhänge verstehen. Da reicht die Motivation nicht aus. Denn Mitarbeiter müssen sich vom alten System lösen. Um das zu erreichen, kann man warten bis einen eine Krise dazu zwingt oder aber man braucht Faszination und vor allem Einsicht in Zusammenhänge.

Ich biete Ihnen eine umfassende sicherheitstechnische Betreuung Ihrer Einrichtung in Hamburg und Umgebung an. Unterstütze Sie, Prozesse sicher und störungsfrei zu gestalten und die Leistungsfähigkeit sowie die Leistungsbereitschaft der Beschäftigten zu fördern.

Raif Özalan
Sicherheitsingenieur



Text?
"Dem Anwenden muss das Erkennen vorausgehen." (Max Planck)

Ziel der Arbeit ist die Definition eines Prozesses, sie sollte so idealtypisch modelliert sein, dass es zu mindenst innerhalb einer Branche allgemeingültig, anpassbar und anwendbar ist.


Gefährdungsbeurteilung
Es gibt keinen "allgemein gültigen Weg" Weg für die Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung. Die Gefährdungsbeurteilung ist der Prozess der systematischen Ermittlung und Bewertung relevanter Gefährdungen der Beschäftigten mit dem Ziel, die erforderlichen Maßnahmen für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit festzulegen. Diese Maßnahmen müssen im Betrieb durch- und umgesetzt werden. Die umgesetzten Maßnahmen müssen auf Wirksamkeit kontrolliert werden. Umfang und Methodik der Gefährdungsbeurteilung orientieren sich immer an den konkreten betrieblichen Gegebenheiten. Die Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung-Anforderungen sind bereits geltendes Recht, so dass der Gesetzgeber davon ausgeht, dass diese in allen Betrieben und Praxen umgesetzt werden. Mehr...

Sicherheitsunterweisungen
Sicherheitsunterweisungen
Mindestens einmal jährlich sind die Mitarbeiter über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit zu unterweisen. Ich führe ggf. diese Unterweisungen durch oder unterstütze Sie dabei.
Mehr...

Warum muss ich eine Dokumentation erstellen?
Nach dem Arbeitsschutzgesetz muss jeder Arbeitgeber, der Arbeitnehmer beschäftigt, über eine aussagefähige Dokumentation der im Unternehmen durchgeführten Gefährdungsbeurteilung verfügen. Diese Dokumentationspflicht besteht nach Arbeitsschutzgesetz § 6 (1). Danach muss der Arbeitgeber über Unterlagen verfügen, die das Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung, die darauf gestützten Maßnahmen des Arbeitsschutzes und das Ergebnis ihrer Überprüfung dokumentieren. Bei gleichartiger Gefährdungssituation ist es ausreichend, wenn die Unterlagen zusammengefaßte Angaben enthalten. Unabhängig von der gesetzlichen Vorgabe gibt es eine Reihe weiterer Gründe, die dafür sprechen, die Gefährdungsbeurteilung zu dokumentieren